Dyskalkulie

„Als Dyskalkulie bezeichnet man Schwierigkeiten der Kinder im Umgang mit Zahlen, Zahlenräumen und Grundrechenoperationen. Die Ursache liegt noch weitgehend im Ungewissen, weil sich die Forscher noch nicht sehr lange mit dieser Problematik beschäftigen. Man nimmt aber an, dass diese ähnliche Ursachen wie die Legasthenie hat.“

Zitiert aus dem Buch „Der legasthene Mensch“ von Dr. Astrid Kopp-Duller

Dyskalkulie ist eine spezielle Rechenschwäche und wie die Legasthenie eine genetische Schwäche.

Wie zeigt sich eine Dyskalkulie?

· falsche Zählstrategien
· Zahlenverdreher (aus 12 wird 21)
· Verwechslung ähnlich klingender Zahlen (19 wird zu 90)
· Schwierigkeiten beim Erlernen des Einmaleins
· Auslassen von Ziffern
· deutlich längere Übungsphase für Mathematik im
Vergleich zu anderen Fächern
· kein Verständnis für Zahlen und/oder Rechenoperationen
· Zahlenreihen können nicht korrekt weitergeführt werden

Dies sind nur einige der wesentlichsten Merkmale der Erscheinungsform der Dyskalkulie!

Die Weltgesundheitsbehörde (WHO) definiert Dyskalkulie:

„Unter Dyskalkulie (ICD-10) versteht man die Beeinträchtigug von grundlegenden Rechenfertigkeiten, welche nicht allein durch eine allgemeine Intelligenzminderung oder eine eindeutig unangemessene Beschulung erklärbar ist. Das Defizit betrifft die Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division, weniger die höheren mathematischen Fertigkeiten, die für Algebra, Trigonometrie, Geometrie und Differential- sowie Integralrechnung benötigt werden.“