Legasthenie

„Als Legasthenie bezeichnet man die Problematik, wenn es bei offensichtlich intelligenten Kindern zu einer Diskrepanz zwischen ihren allgemeinen Leistungen und den Leistungen, die sich im Schreib- und Lesebereich erbringen, kommt, welche biologische Ursachen hat.“

Zitiert aus dem Buch „Der legasthene Mensch“ von Dr. Astrid Kopp-Duller

Legasthenie ist eine spezielle Lese-und Rechtschreibschwäche. Diese Form der Lese- und Rechtschreibschwäche ist genetisch bedingt und kann vererbt sein bzw. werden. Jeder legasthene Mensch hat seine eigene individuelle Ausformung der Legasthenie und braucht daher eine für ihn zugeschnittene und gezielte Förderung.

Wie zeigt sich Legasthenie bei einem Kind?

· leicht ablenkbar, wenn es um Buchstaben und/oder Zahlen geht
· beim Arbeiten mit Buchstaben und/oder Zahlen kommt es zu
einem schnellen Ermüden
· scheinbare Seh- sowie Hörprobleme
· öfter sprachliche Mängel
· Probleme im Bereich „Raum und Zeit“
· beim Lesen ist eine verkrampfte Körperhaltung zu beobachten
· unleserliches Schriftbild

Ein legasthener Mensch zeichnet sich oft durch eine sehr starke Ausprägung und Funktion der Wahrnehmung, besonders im visuellen und auditiven Bereich aus. Damit verbunden sind Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben und/oder Rechnen. Es ergeben sich dadurch Besonderheiten bei der Verknüpfung und Zusammenarbeit der verschiedenen Sinnessysteme.

Legastheniker haben häufig Probleme bei der Vorausplanung und Organisation ihrer Tätigkeit. Es erweckt den Anschein, dass sie vergesslich, chaotisch und sehr ablenkbar sind. Während Legastheniker noch mit einer Sache beschäftigt sind, eilen ihre Gedanken schon weiter.

Legasthenie ist unabhängig von der Intelligenz der betroffenen Personen. Probleme bei Lesen, Schreiben und/oder Rechnen sind manchmal unerwartet im Vergleich zu anderen Leistungen.

Begleiterscheinungen einer Legasthenie:

· geringes Selbstwertgefühl
· Trödeln
· Überaktivität, allgemeine Unruhe
· Schulangst
· Magen-Darm-Probleme

Bei jedem betroffenen Menschen verläuft seine Legasthenie anders. Es zeigt daher nicht jeder Betroffene dieselben Verhaltensweisen!